Wie du deinen Planeten rettest





August 2020



200 Arten werden aussterben – Heute! Diese alarmierende Erklärung kam aus dem Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Laut einer Studie des World Wildlife Fund (WWF), wurden seit 1970 bereits 60 % aller Säugetiere, Vögel, Fische und Reptilien ausgelöscht. 60 %! Als wäre dies nicht bereits verheerend genug, hat die erste UN-Studie über den Verlust der Biodiversität (veröffentlich am 05.06.19) festgestellt, dass eine Million weitere Arten kurz vor ihrem Aussterben stehen. „Wir schlafwandeln auf den Abgrund einer Klippe zu“, so Mike Barrett, geschäftsführender Direktor in Wissenschaft und Naturschutz bei WWF. „Wenn wir eine Abnahme von 60 % der menschlichen Bevölkerung hätten, wäre das äquivalent zu der gesamten Population in Nordamerika, Südamerika, Afrika, Europa, China und Ozeanien. Das ist der Maßstab dessen, was wir angerichtet haben.“ „Hierbei geht es um mehr als nur den Verlust der Wunder der Natur, wie traurig das auch ist,“ sagt er. „Mittlerweile geht es um die Gefährdung der Zukunft der Menschheit. Unsere Natur ist nicht nur ein schönes Nebenprodukt – vielmehr dient sie dem Erhalt unseres eigenen Lebens.“





Ich weiß nicht, wie es dir dabei geht, aber ich bin entsetzt von diesen Ergebnissen. Ich bin sprachlos und tue mich schwer damit, die Ausmaße dessen, was wir verursacht haben, zu verstehen. Ich habe zum ersten Mal im Jahr 2014 von dem „Sechsten Massenaussterben“ gehört. Um es besser nachvollziehen zu können, begann ich eine hektische Suche, um die treibenden Faktoren dieses Massensterbens zu ermitteln. Mein erster Hinweis war die Abholzung unserer Wälder, insbesondere die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes. Dieser ist Heimat von etwa 30 % der Flora und Fauna des Planeten. Ich kann nicht behaupten, dass ich überrascht war hierauf zu stoßen, allerdings war ich schockiert über die Ursache ihrer Unternehmung. Eine internationale Studie von Greenpeace fand heraus, dass der Hauptgrund für die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes in der Viehzucht zu finden ist. Es stellt sich heraus, dass von den etwa 24 Millionen Hektar (60 Million Acre), die jedes Jahr zerstört werden, 91 % für die Anpflanzung von Viehfutter genutzt werden. Um das Ganze noch schlimmer zu machen, werden die Amazonaswälder, welche 20 % unseres gesamten Sauerstoffs produzieren und auch als die „Lunge unseres Planeten“ bezeichnet werden, jeden Tag von durchschnittlich 600 Feuern verwüstet, um Platz zu machen für ihre Bewirtschaftung.


Seit Amtsantritt von Brasiliens Präsident Bolsonaro stieg die Entwaldung im Jahr 2019 um 30 %!


Über den Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und dem Artensterben zu lernen, gab mir jedoch auch Hoffnung, weil unsere Ernährung eine Sache ist, die wir kontrollieren können. Wenn wir weniger – oder sogar gar kein – Fleisch und Milchprodukte essen, würden Regenwälder gerettet – Arten gerettet – und wir gesünder werden, und natürlich bräuchten auch Kühe nicht mehr leiden und sterben. Dies war die Inspiration für das Planet Rehab Festival für pflanzenbasierte Lebensmittel – ein Event, das wir jedes Jahr seit 2014 veranstaltet haben, mit Tausenden von interessierten Menschen, denen wir die Möglichkeit geben, pflanzliche Küche aus 30 Ländern kennenzulernen.


„Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich der beste Weg, die individuellen Auswirkungen auf den Planeten Erde zu reduzieren, nicht nur Treibhausgase, sondern globale Versäuerung, Eutrophierung, Land- und Wassernutzung“, so Joseph Poore an der Universität von Oxford, Vereintes Königreich, der die Studie anführte. „Es bewirkt wesentlich mehr als weniger zu fliegen oder ein Elektrofahrzeug zu kaufen“, sagte er, da diese nur die Treibhausgas-Emissionen reduzieren. (https://www.theguardian.com/environment/2018/may/31/avoiding-meat-and-dairy-is-single-biggest-way-to-reduce-your-impact-on-earth)


Das Getreide, das wir an Tiere verfüttern, ist der treibende Faktor der Entwaldung in den Tropen. Und es ist ein hungriges Biest: unsere Kühe, Schweine und Geflügel verschlingen mehr als ein Drittel aller Nutzpflanzen, die wir anpflanzen. Tatsächlich könnten wir mit dem Getreide, welches wir alleine in den USA an Nutztiere verfüttern, weitere 800 Millionen Menschen versorgen, wenn wir es selbst konsumieren würden – diese Zahl ist größer als die derzeit in Hunger lebenden Menschen. (http://theconversation.com/how-changing-your-diet-could-save-animals-from-extinction-81061)


Glücklicherweise findet die Nachricht Gehör und verändert Herzen, Geister UND Essgewohnheiten. The Economist nennt „2019 das Jahr des Veganers“. Interesse an einem Leben, in dem Menschen nicht nur Fleisch und Leder, sondern alle Tierprodukte meiden, einschließlich Eiern, Wolle und Seide, ist dabei, sich zu erheben, insbesondere innerhalb der Millennials (Personen, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind). Ein ganzes Viertel der 25 bis 34-jährigen Amerikaner sagt, sie lebten vegan oder vegetarisch. Nach Aufkommen von Covid-19 und dem Zusammenhang zum Verzehr von Tieren wenden sich immer mehr Menschen auf der ganzen Welt einer pflanzlichen Ernährungsweise zu. (https://worldin2019.economist.com/theyearofthevegan?utm_source=412&utm_medium=COM)


Der Weg zu einer pflanzlichen Ernährung war noch nie leichter. Er ist zudem eine der gesündesten Entscheidungen für den eigenen Körper, da Krebs, Diabetes, Übergewicht, Herzerkrankungen und eine Vielzahl anderer lebensbedrohlicher Erkrankungen in direktem Zusammenhang mit dem Verzehr von Tieren und Tierprodukten stehen. Es gibt eine Vielzahl an Produkten auf dem Markt, welche sehr nah an den Geschmack und die Textur von Fleisch herankommen. Zu meinen Favoriten zählen Gardein (100% vegan, erhältlich bei Walmart, Target & den meisten Lebensmittelmärkten), Field Roast (100% vegan – Walmart, Lebensmittelmärkte), Morningstar (vegetarisch, eine vegan – Geschäfte siehe oben). Der „Impossible Burger“ („Unmöglicher Burger“) ist in einigen Restaurants erhältlich und sieht aus und schmeckt genau wie ein echter Burger! Umami Burger, Red Robin, Burger King und Fatburger sind einige der Restaurants, in denen der Burger zu finden ist, und Carl’s Jr’s „Beyond Burger“ („Jenseits des Burgers“) ist fanstastisch! Soja-Chorizo wird von den meisten Leuten dem Original vorgezogen. Für Tipps und Ideen, genauso wie für den gelegentlichen veganen Kochkurs, schaut bei uns vorbei! Vegan zu leben ist definitiv eine der besten Entscheidungen, die wir für unseren Körper und unseren Planeten treffen können. Lass dich überraschen davon, wie schmackhaft eine vegane Diät ist, wie gesund man sich fühlt und wie rein der Geist wird – köstlich, nahrhaft, nachhaltig, gut für den Planeten – oh, und niemand muss dabei sterben!


Wie du helfen kannst:

-Weg zu einer pflanzlichen Ernährungsweise:

--Dies ist tatsächlich einfacher als es klingt. Wenn du dich überwältigt fühlst, fange damit an, einen oder mehrere Tage pro Woche beiseite zu legen, beispielsweise als „Fleischloser Montag“. Im Folgenden sind einige Ressourcen (Webseiten sind auf Englisch):

---https://www.forksoverknives.com/how-tos/plant-based-primer-beginners-guide-starting-plant-based-diet/ https://www.nomeatathlete.com/make-it-stick/

---https://www.forbes.com/sites/nomanazish/2018/11/30/how-to-smoothly-transition-to-a-plant-based-diet/#79624fc050dc

-Pflanze Bäume

--Bäume zu pflanzen ist eine der wichtigsten Schritte, die wir unternehmen können. Wenn du bei dir selbst keinen Platz zum Anpflanzen hast, kannst du auch Planet Rehabs Kampagne „Nur einen Baum“ („Just One Tree“) unterstützen und einen Baum sponsern. Mehr Informationen unter:

-Ehrenamtlicher Helfer

--Es gibt unzählbare Organisationen, die dabei helfen wollen, unseren Planeten zu retten und wir selbst wären begeistert, DICH als eines unserer freiwilligen Teammitglieder begrüßen zu dürfen! Mehr Informationen unter:


Zweifelsohne stehen wir vor der größten Herausforderung, die es jemals gegeben hat seitdem die Menschheit ihren Fuß in diese Welt gesetzt hat. Doch genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um zusammenzukommen und alles in unserer Kraft stehende zu tun, um diesen wunderschönen Planeten zu retten!